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Funktionsplatte Kl. 1 XX "Anthrazit"

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EAN: 4251469364752 | Artikelnummer: 6475

Die Funktionsplatte Kl. 1 ist eine tragfähige Basisschicht für den mehrschichtigen Bodenaufbau im Innenbereich. Sie wird unter einer Belagplatte, unter anderen Platten aus Gummigranulat oder unter Betonplatten, Natursteinplatten und ähnlichem verlegt und übernimmt dort eine Aufgabe, die besonders in belastungsintensiven Bereichen entscheidend ist: punktuelle Lasten verteilen, Schwingungen dämpfen und dem Aufbau auch bei starker Beanspruchung eine zuverlässige Unterlage bieten. Auf ihr stehen Hantelablagen und Kraftstationen wie Maschinen oder Bodenplatten in belasteten Innenbereichen.

Tragfähig und schwingungsdämpfend

Die Funktionsplatte Kl. 1 hat eine besonders hohe Widerstandsfähigkeit gegenüber Druck- und Punktbelastungen. Sie gibt unter Last wenig nach – das verhindert das Eindrücken von Auflagepunkten. Gleichzeitig dämpft sie Schwingungen und Körperschall wirksam ab: Der Aufprall von Gewichten im Fitnessbereich wird spürbar abgemildert. Diese Verbindung macht sie zur tragenden Unterlagschicht für Innenbereiche mit erhöhtem Belastungsprofil.

Aufbauhöhe nach Bedarf

Die Funktionsplatte Kl. 1 ist in den Stärken 1,8 cm und 2,8 cm erhältlich. Durch Übereinanderlegen lassen sich beliebige Aufbauhöhen erzielen: Zwei Platten à 1,8 cm ergeben 3,6 cm, zwei à 2,8 cm ergeben 5,6 cm, drei à 2,8 cm bereits 8,4 cm. Die Anzahl der Schichten ist nicht begrenzt – die Aufbauhöhe ergibt sich allein aus den gestapelten Platten.

Kombination mit anderen Dämpfungsklassen

Jede Schicht im Stapel kann eine andere Dämpfungsklasse und eine andere Stärke haben. Eine untere Lage aus Funktionsplatten Dämpfung 3 liefert Stoßdämpfung; die obere Schicht aus Funktionsplatten Dämpfung 1 trägt die Belagplatte und verteilt Punktlasten zuverlässig. Auch die umgekehrte Schichtung ist möglich: Dämpfung 1 unten als Druckverteilungsschicht, Dämpfung 3 oben als federnde Lage. So entstehen Aufbauten, deren Eigenschaftsprofil sich Schicht für Schicht genau auf den Einsatzzweck abstimmen lässt.

Verlegung mit Versatz

Die Funktionsplatten werden Stoß an Stoß verlegt, wobei das Reststück einer Reihe den Anfang der nächsten bildet. Dieser Versatz wird innerhalb jeder einzelnen Schicht beibehalten. Bei mehreren Lagen werden die Schichten zusätzlich gegeneinander versetzt verlegt – so liegt keine Fuge über einer anderen. Der durchgehende Versatz in allen Ebenen erhöht die Stabilität und Ebenheit der Gesamtfläche.

Die Vorteile des Sandwichaufbaus

Der mehrschichtige Aufbau erlaubt, was eine einzelne dicke Platte nicht leisten kann: Jede Schicht übernimmt genau die Funktion, für die sie ausgewählt wurde. Wird die Oberfläche nach Jahren erneuert, bleiben die Funktionsplatten liegen; nur die Belagplatte wird getauscht. Und weil die Schichten schwimmend verlegt und nicht miteinander verklebt sind, kann jede Lage unabhängig auf Temperaturschwankungen reagieren. In dünnen Einzelschichten von 1,8 oder 2,8 cm bauen sich dabei kaum Spannungen auf – das verbessert das Alterungsverhalten des gesamten Aufbaus.

Systemstärken

In Kombination mit einer Belagplatte (1,8 oder 2,8 cm) entstehen Gesamtstärken von 1,8 cm bis 11,2 cm:

1,8 cm – Belagplatte 1,8 cm

2,8 cm – Belagplatte 2,8 cm

3,6 cm – Belagplatte 1,8 cm + FP 1,8 cm

4,6 cm – Belagplatte 2,8 cm + FP 1,8 cm

5,4 cm – Belagplatte 1,8 cm + FP 1,8 + FP 1,8 cm

5,6 cm – Belagplatte 2,8 cm + FP 2,8 cm

6,4 cm – Belagplatte 1,8 cm + FP 2,8 + FP 1,8 cm

7,2 cm – Belagplatte 1,8 cm + FP 1,8 + FP 1,8 + FP 1,8 cm

7,4 cm – Belagplatte 1,8 cm + FP 2,8 + FP 2,8 cm

8,2 cm – Belagplatte 1,8 cm + FP 2,8 + FP 1,8 + FP 1,8 cm

8,4 cm – Belagplatte 2,8 cm + FP 2,8 + FP 2,8 cm

9,2 cm – Belagplatte 1,8 cm + FP 2,8 + FP 2,8 + FP 1,8 cm

10,2 cm – Belagplatte 1,8 cm + FP 2,8 + FP 2,8 + FP 2,8 cm

11,2 cm – Belagplatte 2,8 cm + FP 2,8 + FP 2,8 + FP 2,8 cm

Da jede Funktionsplatte eine eigene Dämpfungsklasse haben kann, ergeben sich aus derselben Aufbauhöhe ganz unterschiedliche Eigenschaftsprofile. Die erforderliche Systemstärke richtet sich nach dem Einsatzzweck.

Produkttyp XX (quadratisches Format | Verlegung im Versatz | Drainagekanäle)
Preis und Rabatt
0 m²

Produkt-Highlights

Vorteile

Schadstoffgrenzwerte eingehalten

Hält die in der EU geltenden Schadstoffgrenzwerte ein. Der anfängliche Gummigeruch lässt nach.

Innenbereich und geschützter Außenbereich

Für Innenräume und geschützte Außenbereiche. Staunässe und dauerhafte Durchnässung vermeiden.

Efl (Cfl-s1 auf Anfrage)

Normal entflammbar. Auf Anfrage auch in Cfl-s1 lieferbar.

Produktdetails – Material und Struktur

Vergleichswerte

Welche Gummiplatte dämpft stärker und welche trägt mehr?

Die Dämpfungsklasse zeigt, welche Gummiplatte stärker dämpft und welche mehr trägt: Klasse 1 trägt am meisten, Klasse 3 dämpft am stärksten. Klasse 2 liegt bei beiden Eigenschaften dazwischen. Mit zunehmender Dämpfung gibt die Gummiplatte unter Last stärker nach.

Klasse 1 hat die höchste Tragfähigkeit und die geringste Dämpfung. Sie gibt unter Last am wenigsten nach. Sie verteilt hohe Punktlasten und dämpft Schwingungen. Sie ist ausschließlich für Innenräume vorgesehen.

Klasse 2 verbindet mittlere Tragfähigkeit und mittlere Dämpfung mit ausgewogener Trittelastizität. Sie eignet sich für den Innen- und Außenbereich. Typischerweise liegt sie unter Terrassen- und Balkonbelägen, Wegplatten oder in Eingangsbereichen.

Klasse 3 hat die geringste Tragfähigkeit und die stärkste Dämpfung. Sie gibt unter Last am stärksten nach. Zugleich nimmt sie am meisten Aufprallenergie auf. Sie eignet sich für Anwendungen, bei denen der Bodenbelag federn und Schall dämpfen soll. Klasse 3 kann innen wie außen verwendet werden. Alle drei Klassen gibt es in den Formaten 52 × 52 cm und 104 × 104 cm sowie in den Stärken 1,8 und 2,8 cm.

Welche Funktionsplatten kann man im Freien verwenden?

Im Freien können Funktionsplatten der Klassen 2 und 3 unter einem Bodenbelag aus Gummiplatten verwendet werden. Klasse 1 ist nur für den Innenbereich vorgesehen.

Die Klasse bestimmt, wie tragfähig und wie stark dämpfend der Bodenaufbau ist. Klasse 2 verbindet Tragfähigkeit mit Trittelastizität. Sie ist die übliche Wahl unter Terrassenbelägen, Balkonbelägen und Wegplatten sowie in Eingangsbereichen. Klasse 3 kommt dort zum Einsatz, wo vor allem Stoßdämpfung gefragt ist, etwa unter einem Spielplatzbelag.

Beide Funktionsplatten bestehen aus ELT-Gummigranulat. Sie sind frostbeständig und flächig wasserdurchlässig. An der Unterseite befinden sich quadratische Auflagepads mit breiten, flachen Drainagekanälen. Dadurch kann Regenwasser auf wasserundurchlässigen Untergründen unter dem Bodenbelag ablaufen, statt sich im Aufbau zu stauen.

Wie hoch kann ein Aufbau aus Gummiplatten im System XT werden?

Im System XT ist der Bodenaufbau mindestens 1,8 cm hoch. Eine feste Maximalhöhe gibt es nicht, weil die Zahl der übereinanderliegenden Platten nicht begrenzt ist.

Oben liegt immer eine Belagplatte vom Typ XT. Ohne Funktionsplatte ist der Bodenaufbau einlagig. Mit einer oder mehreren Funktionsplatten vom Typ XX darunter entsteht ein mehrlagiger Sandwichaufbau. Belagplatten und Funktionsplatten sind jeweils 1,8 oder 2,8 cm dick. Funktionsplatten beider Dicken lassen sich in beliebiger Zahl miteinander kombinieren.

Die Aufbauhöhe ergibt sich aus der Summe aller Plattendicken. Durch die Kombination von 1,8 und 2,8 cm entstehen fein abgestufte Aufbauhöhen. Auch bei gleicher Aufbauhöhe sind verschiedene Plattenkombinationen möglich. Sie können sich in Tragfähigkeit und Dämpfung unterscheiden. Welche Kombination passt, richtet sich nach dem Einsatzzweck.

Kann man unterschiedliche Gummiplatten übereinander verlegen?

Unterschiedliche Gummiplatten lassen sich zu einem Sandwichaufbau übereinander verlegen. Die Funktionsplatten vom Typ XX gibt es in drei Dämpfungsklassen. Sie können in beliebiger Zahl und Reihenfolge unter einer Belagplatte kombiniert werden. Jede Funktionsschicht kann eine eigene Dämpfungsklasse, Dichte und Stärke haben. Den sichtbaren Abschluss bildet eine Belagplatte vom Typ XT oder eine andere Belagplatte. Belagplatte und Funktionsplatten können sich in Dichte und Elastizität unterscheiden.

Welche Reihenfolge passt, richtet sich nach dem Zweck der Fläche und der gewünschten Wirkung. Durch die Auswahl und Anordnung der Schichten lassen sich Stoßdämpfung, Tragfähigkeit und die Verteilung von Punktlasten aufeinander abstimmen. Aufbauten mit gleicher Aufbauhöhe können dadurch unterschiedliche Tragfähigkeit, Elastizität und Dämpfung haben.

Warum sollen die Fugen übereinanderliegender Gummiplattenlagen versetzt sein?

Die Fugen übereinanderliegender Gummiplattenlagen sollen gegeneinander versetzt sein, sodass keine Fuge direkt über einer anderen liegt. Bei einem mehrlagigen Bodenaufbau wird deshalb jede Lage gegenüber der darunterliegenden verschoben. Die geschlossene Plattenfläche der oberen Lage überdeckt so die Fugen der unteren Lage.

Dieser Fugenversatz vermeidet durchgehende Fugenlinien. Das trägt zu einer gleichmäßigen Oberfläche bei. Im Außenbereich wird außerdem der durchgehende Weg für Bewuchs aus dem Untergrund unterbrochen.

Was muss bei einem mehrschichtigen Bodenaufbau erneuert werden?

Bei einem mehrschichtigen Bodenaufbau, also einem Sandwichsystem, wird bei abgenutzter Oberfläche meist nur die obere Belagplatte erneuert. Die darunterliegenden Funktionsplatten haben in der Regel eine deutlich längere Lebensdauer und müssen deshalb erst viel später ausgetauscht werden.

Abnutzung und Abrieb betreffen vor allem die Nutzschicht, auf der gegangen, trainiert oder gespielt wird. Direkte Sonneneinstrahlung und Abrieb an der Oberfläche erreichen die Funktionsplatten darunter nicht. Deshalb können sie meistens weiterverwendet werden.

Weil nur die Belagplatte ausgetauscht wird, fallen die Kosten deutlich geringer aus als bei einer vollständigen Erneuerung des Bodenbelags. Beim Austausch kann eine Belagplatte in einer anderen Farbe eingesetzt werden. So ist ein Farbwechsel möglich, ohne den gesamten Bodenbelag neu verlegen zu müssen.

Passen verschieden große Belag- und Funktionsplatten zusammen?

Verschieden große Belag- und Funktionsplatten lassen sich im mehrschichtigen Bodenaufbau miteinander kombinieren. Sie sind nicht für eine deckungsgleiche Verlegung vorgesehen.

Das Nutzmaß der Belagplatte beträgt 44,6 × 44,6 cm oder 97,1 × 97,1 cm. Die Funktionsplatte hat ein Format von 52 × 52 cm oder 104 × 104 cm. Sie wird ohne Verzahnung Stoß an Stoß verlegt. Deshalb stimmen bei ihr Rohformat und Nutzmaß überein.

Die unterschiedlichen Verlegeraster erzeugen den vorgesehenen Fugenversatz. Dadurch liegen die Fugen der beiden Lagen nicht als durchgehende Fugenlinien übereinander.

Die benötigte Menge wird für jede Lage getrennt berechnet. Die zu belegende Bodenfläche ist gleich, die Stückzahl richtet sich jedoch nach dem jeweiligen Nutzmaß.