Was unterscheidet Puzzle-Verbindungssysteme von Steckverbindern?
Das Verbindungssystem bestimmt die Form der Kante, das Fugenbild, die möglichen Verlegemuster und ob die Plattenfläche eine Einfassung braucht. Bei Platten aus Gummigranulat kommen drei Varianten zum Einsatz, nämlich die sichtbare Puzzleverbindung, die Verbindung mit Steckverbindern und die verdeckte Puzzleverbindung.
Bei der sichtbaren Puzzleverbindung greift die gezahnte Plattenkante über die gesamte Plattenhöhe in die Nachbarplatte. Je nach Baureihe sind die Zähne schwalbenschwanzförmig oder gerundet. Die Verzahnung entsteht beim Pressen oder wird nach einigen Tagen Reifezeit im Werk aus der Platte geschnitten. Wie deutlich das Zahnmuster in der Fläche zu sehen ist, hängt von der Ausführung der Kante und der Farbgebung ab. Zeigen alle vier Plattenseiten dasselbe Zahnmuster, lassen sich die Platten in jeder Richtung verlegen. Unterscheidet sich sich das Zahnmuster an den Seiten, ist die Verlegerichtung vorgegeben. Die sichtbare Puzzleverbindung ist die stabilste der drei Varianten und hält die Plattenfläche ohne Einfassung und ohne Verklebung zusammen.
Platten mit Steckverbindern haben gerade Kanten und werden durch zylindrische Kunststoffdübel verbunden. Die Dübel werden in werkseitige Bohrungen an den Plattenseiten gesteckt. Verlegt werden die Platten Reihe für Reihe im Halbversatz. Dabei ist jede Platte mit vier Nachbarplatten verbunden, mit je zwei aus der vorherigen und zwei aus der folgenden Reihe. Innerhalb einer Reihe besteht keine Verbindung. Quer zur Dübelachse begrenzen die Steckverbinder die Bewegung, während sich die Platten in Achsrichtung weiterhin bewegen können. Deshalb braucht die Plattenfläche eine Verklebung oder eine feste Einfassung, die in Achsrichtung der Dübel wirkt. Oft kann eine vorhandene Attika oder Mauer als Einfassung dienen. Auch eine niveaugleich anschließende Rasenfläche kann die Platten seitlich halten.
Bei der verdeckten Puzzleverbindung liegt die Verzahnung nicht im sichtbaren Bereich der Kante, sondern in einem Stufenfalz an der Unterseite. Zwei Plattenseiten tragen das vorstehende Profil, während sich das Gegenstück an den beiden gegenüberliegenden Seiten befindet. Diese Anordnung gibt die Verlegerichtung vor. Von oben bleibt die Verzahnung unsichtbar, und die Fugen verlaufen geradlinig. Die Platten lassen sich mit Kreuzfuge im Schachbrettmuster oder im Drittelversatz verlegen. Weil die Verzahnung im Falz liegt, reicht die Fuge nicht bis zur Tragschicht. Der Untergrund bleibt vollständig abgedeckt.