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Häufig gestellte Fragen

    Was kostet es einen Balkon zu sanieren?

    Die Kosten einer Balkonsanierung lassen sich nicht pauschal beziffern. Sie hängen von Größe, Bauart und Zustand des Balkons, vom Umfang der Arbeiten und von den verwendeten Baustoffen ab. Als grobe Orientierung: Ein reiner Wechsel eines lose verlegten Belags auf tragfähigem, intaktem Untergrund liegt oft bei rund 50 bis 100 Euro pro Quadratmeter. Kommt eine neue Abdichtung mit sauberen Anschlüssen hinzu, sind eher 150 bis 400 Euro pro Quadratmeter anzusetzen. Eine umfassende Sanierung mit Instandsetzung der Betonkonstruktion und neuem Aufbau kann 1.000 Euro pro Quadratmeter oder mehr erreichen.


    Zu einer Balkonsanierung gehören je nach Ausgangslage unterschiedliche Arbeitsschritte:

    • Entfernen und Entsorgen des alten Belags

    • Freilegen und Beurteilen der tragenden Konstruktion

    • Instandsetzen schadhafter Betonflächen und korrodierter Bewehrung

    • Herstellen oder Nacharbeiten des Gefälles von rund 2 %

    • Abdichtung mit fachgerechten Anschlüssen an Tür und Wand

    • bei Bedarf Maßnahmen gegen die Wärmebrücke der auskragenden Platte

    • Erneuern des Geländers unter Beachtung der Absturzsicherung

    • Verlegen eines neuen Bodenbelags

    • Gestalten oder Verkleiden der Wände


    Der größte, oft unterschätzte Kostenpunkt zeigt sich erst, wenn der alte Belag entfernt ist. Bei auskragenden Stahlbetonplatten dringt über Risse und undichte Anschlüsse Wasser ein. Karbonatisierung und Frost-Tau-Wechsel führen zu Bewehrungskorrosion und Betonabplatzungen. Freigelegter Bewehrungsstahl muss dann entrostet, passiviert und reprofiliert werden, bevor abgedichtet werden kann. Bei Rissen, sichtbaren Schäden an der Bewehrung oder einer geplanten Erhöhung des Aufbaus empfiehlt sich, den Zustand vorab von einem Fachbetrieb oder Statiker beurteilen zu lassen.


    Bauphysikalisch entscheidend sind das Gefälle mit funktionierender Entwässerung und die Anschlusshöhen. Nach DIN 18531 wird die Abdichtung an Türschwellen und aufgehenden Wänden hochgeführt und sollte rissüberbrückend ausgeführt sein, damit Haarrisse im Beton nicht durchschlagen. Ob sich zusätzlich eine Dämmung lohnt, hängt davon ab, wie der Balkon mit dem Gebäude verbunden ist. Vorgestellte Balkone aus Holz oder Metall stehen auf eigenen Stützen, sind also bereits thermisch vom Gebäude getrennt und brauchen keine Dämmung. Eine durchlaufende Betonplatte dagegen wirkt als Wärmebrücke, die sich meist nur bei einem ohnehin anstehenden Umbau vollständig entkoppeln lässt.


    Auch die Wahl des Bodenbelags beeinflusst Aufwand und spätere Pflege. Keramikfliesen können bei Frost abplatzen, Holz ist pflegeintensiv und kann verrotten, WPC heizt sich mitunter stark auf und verzieht sich. Eine witterungsbeständige Alternative sind Gummiplatten von WARCO aus PU gebundenem Gummigranulat, die dränageoffen und ohne Verklebung auf den vorbereiteten Balkon gelegt werden.


    Wer die Gesamtkosten kalkuliert, sollte neben Anschaffung und Verlegung auch Entsorgung, mögliche Betoninstandsetzung sowie die späteren Pflege- und Wartungskosten einbeziehen, um langfristig verlässlich zu planen.

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